18. Mai 2023

Wieder Ärger um Brückenneubau: Weitere Verzögerungen nicht mehr tolerierbar!

Mühlacker. „Was uns das Regierungspräsidium (RP) und die mit Brückenneubau beauftragte Baufirma zumuten, ist nicht länger hinnehmbar“, so Stadtrat Rolf Leo konsterniert und verärgert in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung, dass die Straße „Unterm Berg“ für fünf Monate gesperrt werden müsse.

Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler fordert Oberbürgermeister Frank Schneider auf, namens der Stadt Mühlacker energischen Protest bei der Präsidentin des RP einzulegen und auf eine raschere Fortführung der restlichen Bauarbeiten zu drängen.   

 

Noch vor vier Wochen habe das RP mitgeteilt, dass nach Fertigstellung der neuen Brücke und der Verkehrsfreigabe Ende dieser Woche, die Straße „Unterm Berg“ für drei Monate für den Abbruch der alten Brücke und die Arbeiten an der Hochwasserschutzwand gesperrt werden müsste. Das sei über Monate hinweg die gängige Sprachregelung des RP und auch nachvollziehbar gewesen, so Fraktionschef Rolf Leo. Warum für diese Arbeiten nun plötzlich fünf Monate in Anspruch genommen werden müssten, sei in der Presseerklärung des RP nicht ausreichend begründet. Man frage sich, so die Fraktion, ob das RP überhaupt noch Herr des Verfahrens sei oder man als „Bauherrschaft“ die Kontrolle gänzlich verloren habe. Dazuhin beklage das RP schon seit Wochen, dass die Baufirma den angemahnten und überarbeitenden Bauzeitenplan der Behörde noch nicht vorgelegt habe. Es sei zu kritisieren, dass das RP bei all den vorgekommenen Verzögerungen sich noch nicht dazu geäußert habe, ob und inwiefern die Firma den vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen sei. Auch hier müsse man seitens der Stadt Antworten erwarten dürfen, so die FW-Fraktion.

 

Die beiden Dürrmenzer FW-Stadträte Ulrich Conle und Rolf Leo betonen, dass die Sperrung der Straße hin zum Friedhof und nach Lomersheim über eine Dauer von jetzt vorausgesagten fünf Monaten nicht hinnehmbar sei. Betroffen davon seien neben den angekündigten Aktivitäten auf dem Festplatz auch die Sportfreunde und der Hundesportverein im Letten. Dass es für die Dürrmenzer Geschäftsleute mit weiteren Umsatzeinbußen verbunden sein wird, sei offensichtlich den Verantwortlichen im RP immer noch nicht bewusst, so die Freien Wähler. Auch für die Lomersheimer sei der damit verbundene Umleitungsverkehr schwer zu akzeptieren, so der örtliche Stadtrat Ulrich Hagenbuch.

 

 

Auskunft erwarte man letztlich auch vom RP darüber, ob die Arbeiten an der Hochwasserschutzmauer auf der Marktplatz- Seite zeitgleich durchgeführt werden könnten, und ob auch hier mit Verzögerungen zu rechnen sei und zusätzliche Teilsperrungen des Verkehrs zu befürchten seien, fragen sich die Stadträte der Freien Wähler und hoffen auf schnelle Antworten.

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