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22. Juli 2016
Mühlehof: „Sanierung ist machbar“
Freie Wähler gegen gewünschte Fristverlängerung für Investoren
 
Mühlacker. „Wir sind weiterhin strikt gegen das von den Investoren vorgelegte Konzept des Erlenbach-Center  in unserer Stadtmitte, und damit auch gegen die erwünschte Fristenverlängerung“, so Rolf Leo, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Mühlacker. An der seitherigen Linie seiner Stadtratsfraktion habe sich nichts geändert, „denn nach wie vor sind wir gegen einen Abriss des Mühlehofs, weil wir überzeugt davon sind, dass eine Sanierung machbar und finanzbar ist“.
 
Man ist sich durchaus darüber im Klaren, dass es schwierig sei, großflächigen Handel im Unter- bzw. auch im Erdgeschoss unterzubringen. Deshalb habe man seitens der Freien Wähler schon seit langem primär auf die Sanierung des kulturellen Teils gesetzt, und für den gewerblichen Teil die Unterbringung von Dienstleistungen, wie Büros für die Volkshochschule und das Finanzamt vorgeschlagen. Daneben könne man sich - wie in früheren Zeiten - ein nettes Bistro vorstellen. „Auch solche Einrichtungen beleben eine Fußgängerzone und sind langfristig sicherere und dauerhaftere Mieter wie die Kettenläden, die bekanntermaßen kommen und gehen“, ergänzten die Stadträte Ulrich Conle und Ulrich Hagenbuch in der Fraktionssitzung.
 
„Die Geschichte der möglichen Investoren für eine Sanierung oder den Abriss des Mühlehofs ist lang und unerfreulich“, kritisiert Rolf Leo. Er wirft vor allem den früheren und teilweise auch den derzeitigen Verantwortlichen der Stadtverwaltung vor, den Mühlehof  als einen „Klotz am Bein“ zu betrachten, den man endlich loswerden wolle. Bedauerlicherweise habe diese Haltung stets eine Mehrheit im Gemeinderat gefunden. Dass auch auf kommunaler Ebene der Leitsatz „Eigentum verpflichtet“ gelte, sei in dem Fall sträflich vernachlässigt worden, indem man sich notwendigen Reparaturen verweigerte.
 
Nach der Absage von Drogerie Müller, und ganz aktuell von H&M und New Yorker, scheint das Konzept der Investoren-Gruppe ins Straucheln geraten zu sein, so die Freien Wähler. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass sich Gemeinderat und Stadtverwaltung aus dem Projekt verabschieden und sich daran machen, sich ernsthaft mit der Sanierung des Gebäudes zu befassen“. Sollte man nach ernsthaften und soliden Berechnungen  zur Überzeugung kommen, dass ein Abriss und der Neubau einer Stadthalle an dem Platz wirtschaftlicher sind, sei die Fraktion auch für eine solche Lösung offen. Städtebaulich wäre das geplante Einkaufszentrum kein Gewinn und die „Halbwertszeit“ solcher Gebäude sei absehbar, wie die Erfahrung in Mühlacker und anderen Städten deutlich zeige.
 
Auch die Vertreter der Stadtteile in der Fraktion bekräftigten die Haltung. Oliver Höhner, Frank Alber und Thomas Hauck berichteten über die Stimmungslage in der Bevölkerung, und die sei nach der erneuten Absage der versprochenen Mieter eindeutig: „Die große Mehrheit lehnt das Konzept der Investoren ab!“ Stadtrat Rolf Leo und seine Fraktionskollegen hoffen, dass wieder eine große Zahl von Mitbürgern sich vor Ort die Beratungen und die Abstimmung über eine Fristenverlängerung am kommenden Dienstag im Rathaus anhören.
 

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