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   Die Freien Wähler im Kreistag [ « zurück ]  
 


8.6.04
Freie Wähler zur Klinik-Entscheidung:
Zustimmung zu neuer Weichenstellung
 
Mühlacker. "Selten hat ein Thema unsere Bürgerschaft in Mühlacker und
Umgebung so bewegt, wie die Zukunft unseres Krankenhauses", stellte
Stadt- und Kreisrat Rolf Leo (Freie Wähler) bei einem Pressegespräch
nach Abschluss der Wahlversammlungen heraus. Und: "Überall
Erläuterungsbedarf, aber durchweg Zustimmung zu der getroffenen
Entscheidung!" Mit den Stimmen der Freien Wähler wurde bekanntlich eine
enge Zusammenarbeit der Enzkreis-Kliniken mit den Klinikum
Ludwigsburg-Bietigheim in einer gemeinsamen Holding beschlossen. Eine
klare Absage wurde zuvor dem Verkauf oder Teilverkauf der Krankenhäuser
an die Rhön - Klinikum AG erteilt, wie es die Kreisräte der SPD, der FDP
und der Grünen aus Kostenersparnisgründen forderten.
 
"Was seit Generationen aufgebaut wurde, kann nicht von heute auf morgen
verscherbelt werden", so Rolf Leo, der in den vergangenen Wochen immer
wieder auf die Geschichte des hiesigen Krankenhauses hinwies. Seit 1892
am Erlenbach, dann der Umzug 1975 auf den Lindach. Dann in den letzten
sechs Jahren mit einem finanziellen Aufwand von insgesamt 18 Millionen
Euro renoviert und mit der wichtigen Geriatrie erweitert. Allein die 4
Hektar Grund, von der Stadt einst kostenlos dem Kreis überlassen,
stellten ein Vermögen dar. Deshalb sei schon aus historischen und
kaufmännischen Gesichtspunkten heraus ein Verkauf undenkbar gewesen.
 
Das wichtigste Argument habe aber in der medizinischen Zukunft der
Häuser in Neuenbürg und Mühlacker gelegen. Da sei man mit der
Kooperation mit dem Nachbarkreis weitaus mehr auf der sichereren Seite,
so Rolf Leo, der sich als Mitglied des Lenkungsausschusses intensiv mit
der Zukunft der Kreiskrankenhäuser beschäftigte. Mit dem Verkauf an die
Aktiengesellschaft hätte man sich zwar finanzieller Belastungen
entledigt; da die Entscheidung aber endgültig gewesen wäre, hätte man
für alle Zeiten den Einfluss auf die wohnortnahe medizinische Grund- und
Regelversorgung aufgegeben. "Das wollten wir Freien Wähler nicht",
erklärte Kreisrat Guido Wölfle, weil man auch die Sicherung der
Arbeitsplätze eines gut ausgebildeten Personals im Auge hatte.
 
Obwohl die Holding-Verträge, die vor drei Wochen mit Mehrheit in beiden
Kreistagen abgesegnet wurden, erst mit Ende des Jahres offiziell in
Kraft treten würden, seien schon erste personelle Änderungen bekannt
geworden. So übernahm der Ludwigsburger Klinikmanager Beckert mit
sofortiger Wirkung die Geschäftsführung der Enzkreiskliniken, eine
Entscheidung von Landrat Karl Röckinger, die von den Freien Wählern
ausdrücklich mitgetragen wurde. Die einschneidenden
Kostendämpfungsmaßnahmen des Bundes und der Kassen hätten zu Bewegungen
in der Krankenhauslandschaft geführt und Kursänderungen seien
unabdingbar geworden. "Wir haben die Weichen neu gestellt, unsere
Kliniken sind für die Fahrt in die Zukunft vorbereitet!", so Rolf Leo
für die Freien Wähler.

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